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7.F. Soziales
7.F.1. Netzwerk Erfahrungs- und WissensaustauschRéseau d'échanges de savoirsProjektbeschreibung"Chacun sait quelque chose, chacun peut transmettre son savoir." Seit einigen Jahren dehnt sich das Netz der sogenannten 'Réseaux d'échanges de savoirs' in Frankreich kontinuierlich aus. Ziel dieser 'Réseaux d'échanges' ist es, Menschen, die etwas lernen wollen mit jenen in Verbindung zu bringen, die etwas zu vermitteln haben: z.B. das Wissen über Pflanzen, Stricken und Nähen, Umgang mit dem Computer, Sprachen usw. Genau so wichtig an dem Projekt wie die Wissensvermittlung ist der soziale Faktor, Geselligkeit fördern, Menschen zusammenbringen. Vorgeschlagen wird ein Tauschgeschäft, bei dem kein Geld fließt und alle Angebote gleichwertig sind. Wie funktioniert ein solches Netzwerk?Das Netzwerk beruht auf dem Austausch von Kenntnissen und Fähigkeiten auf individueller Basis oder in Gruppen. Das Netzwerk kann als Verein organisiert sein oder in losem Verband der Trägergruppe. BeispielSylvie lehrt Sarah wie sie ihre Buchsbäume schneiden soll, Sarah übt Englisch mit Hubert, Hubert bringt Peter bei, wie er seine Schafe schert, Peter lehrt Susi Kartenspielen usw. Durchführung
Bei der ersten Kontaktaufnahme der beiden Personen oder Gruppen, die einen Austausch haben möchten, ist eine Verantwortliche des Netzwerks anwesend. Gemeinsam werden Ort und Zeit, Dauer und Lernmethode festgehalten. Das Netzwerk unterstützt die Aktion durch Information und Beratung. Unkosten:Photokopien, Telefon, Fax Steckbrief eines NetzwerksRéseau d'échanges de savoir der Kantone 'Semur-en-Brionnais' et ‚Marcigny' (Saône-et-Loire); Einwohnerzahl der Kantone: 4865 und 7150; Gründerin des Netzwerks: Denise Martin; Gründungsjahr: 1994; Zahl der Mitglieder: 130 Personen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, sozialer Herkunft; Trägergruppe: 12 Personen. Angebote: Gärtnern, Fremdsprachen, Korbflechten, Makramé, Kochen, Rosenschnitt, Photographie, Bestimmung von Pilzen, Fossilien, Mineralien, Computerspiele, Astronomie, Volkstanz, Bienenzucht usw. Einmal im Jahr wird ein Fest unter sämtlichen Mitgliedern veranstaltet, wo verschiedene Fertigkeiten vorgeführt werden. Kontakt: Mme Denise Martin, Tél: (+33) 3 85840969 Ähnliche Netzwerke wie in Frankreich gibt es vereinzelt in Deutschland, Österreich, Belgien, Spanien und in der Schweiz. Publikationen
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7.F.2. Von Kisten und KoffernSpielend LernenProjektbeschreibungEntwicklungspolitische Themen mit allen Sinnen begreifbar zu machen, ist das Ziel dieser Initiative. Mit den Kisten und Koffern geht es auf die Reise, um unbekannte Kulturen und Menschen, Gebrauchsgegenstände und Musikinstrumente kennenzulernen und mit neuen Erfahrungen zurückzukehren. Zur Auswahl stehen folgende Kisten und Koffer:
ProjektträgerASTM - Action Solidarité Tiers Monde AnwendungDie Koffer sind für Schulklassen und Jugendgruppen geeignet, teilweise auch für Erwachsenengruppen. Die Mitarbeiter/innen des CITIM beraten Sie gerne. Bestellung und KostenpunktSämtliche Koffer und Kisten können im CITIM - Centre d'Information Tiers Monde gegen eine Kaution von 500 Fr. ausgeliehen werden. Ausleihen können alle, die sich für 200 Fr. im CITIM einschreiben. Die Ausleihfrist beträgt zwei Wochen; für Projektwochen o.ä. kann diese Frist nach vorheriger Absprache verlängert werden. Weitere Informationen
7.F.3. Sensibilisierung der Kinder für die lokale EntwicklungMalaktion gegen die Landflucht in PortugalProjektbeschreibungAus Mangel an Arbeitsplätzen verlassen viele Jungendliche ihre ländliche Heimat. Zur Bekämpfung der Landflucht in der Region Argueira-Dao e Caramulo (Mittel-Portugal) startete die dortige LEADER-Aktionsgruppe eine Malaktion. Ziel war es, Kinder mit der Entwicklung ihrer Region zu konfrontieren und ihnen durch Folgeaktionen bessere Perspektiven in ihrer Heimat zu vermitteln. 3500 Zeichnungen von Kindern aus den ersten vier Grundschuljahren kamen insgesamt zusammen. Sie brachten folgende Wünsche und Ängste der ‚Jungkünstler' zutage: Kinder verbinden die Zukunft ihrer Umgebung oft mit pessimistischen Eindrücken : zunehmende Verbauung, Umweltverschmutzung, Unfälle, usw. Sie wünschen sich einen humaneren Lebensraum, verbinden Lebensqualität mit fröhlichen, freizeitgerechten Grünflächen. Die Resultate blieben nicht einfach im Raum stehen, sondern wurden im Zuge eines Aktionsplanes vielfältig genutzt: es folgten Ausstellungen in der Region, grenzüberschreitende Aktionen mit 13 anderen europäischen Ländern vergleichbarer Aktionen, didaktisches Material wurde erstellt und Begegnungen zwischen Kindern und Erwachsenen organisiert. Um Jugendlichen in Zukunft mehr Lebensqualität in ihrer Region zu bieten wurden ihre Vorschläge im LEADER II-Programm berücksichtigt. Besonders gefördert werden Projekte in den Bereichen : Schaffung von Freizeiteinrichtungen, Aufwertung der ländlichen Bausubstanz, Aufbau von kommunikativen Orten für Jung und Alt, Landschaftspflege. ProjektträgerLEADER I-Aktionsgruppe Daô-Mondego (Mittel-Portugal). FinanzierungDie Gesamtkosten von ca. 600.000 LUF wurden zu 65% von LEADER I finanziert. Zur Betreuung des Projektes wurden während sechs Monaten zwei Personen auf Teilzeitbasis beschäftigt. Weitere Informationen
7.F.4. QuadrivertSportlicher Wettkampf für Jugendliche an der DordogneProjektbeschreibungBei dem Projekt Quadrivert handelt es sich um einen sportlichen Wettkampf für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren, bei dem vier Disziplinen bemeistert werden müssen: Mountainbike, Klettern, Kanu und Orientierungslauf. Der Wettkampf wird an der Dordogne ausgetragen und ist sowohl für Anfänger/innen als auch für trainierte Sportfans geeignet. Ziel des ProjektsMit diesem Projekt werden folgende Ziele verfolgt: Entdeckung der Natur durch sportliche Aktivitäten, Förderung des Teamgeistes und Erziehung zum Verantwortungsbewußtsein der Jugendlichen, Freizeitspaß ohne extremen Leistungsdruck ProjektträgerFoyer rural de Saint-Sauveur de Bergerac. Partner: Gemeinden, lokale Vereine, Schulen, Geschäftsleute usw. AuswertungDas Projekt fand großen Anklang bei der Jugend, 120 Mädchen und Jungen haben mitgemacht, und es wurde ein medienwirksames Ereignis. Das Projekt erfordert allerdings sehr viel organisatorische Arbeit und freiwillige Helfer/innen. In Zukunft sollen außerdem verstärkt Jugendliche mit in die Ausarbeitung des Konzepts eingebunden werden. Ansprechpartner
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