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7.C. Umwelt
7.C.1. 'Natur erliewen - mat alle Sënner'Unterwegs mit dem Natur-ErlebniskofferProjektbeschreibungEinmal erleben ist besser als hundertmal hören. Von dieser Devise ausgehend hat die Stiftung Oeko-Fonds ein Projekt entwickelt, das auf einer neuen Form von Umweltpädagogik durch spielerische Naturerfahrung aufbaut. Das Projekt besteht darin, einen auf Luxemburger Verhältnisse angepaßten Aktionskoffer zusammenzustellen, in dem die wichtigsten Utensilien und Erklärungen enthalten sind, um eine ganze Reihe von Naturerfahrungs-Spielen durchzuführen. Dieser sogenannte Natur-Erlebniskoffer ermöglicht den Einsatz vor Ort in der den Kindern und Erwachsenen gewohnten Umgebung. Der Koffer enthält die am häufigsten benötigten oder schwierig zu beschaffenden Hilfsmittel für die vorgeschlagenen Aktivitäten (z.B. Becherlupen, Augenbinden, etc.) sowie einen Leitfaden zum Thema Naturerfahrung. Mit dieser Grundausstattung können die Naturerfahrungs-Spiele durchgeführt werden. Auf Anfrage kann auch eine fachliche Begleitung zur Verfügung gestellt werden. ProjektträgerStiftung Oeko-Fonds AnwendungDer Koffer steht interessierten Schulen, Gemeinden, Vereinigungen usw. zum Kauf zur Verfügung, um somit selbst, ohne große Vorbereitung und Vorwissen, Spiele und Aktivitäten im Schulgelände, am Wegesrand, in Wald, Wiese und Gewässern durchzuführen. Bestellung, KostenpunktDer Naturerlebnis-Koffer kann ab Frühjahr 1997 bei der Stiftung Oeko-Fonds angefordert werden. (Der Preis steht noch nicht fest.) Weitere Informationen
7.C.2. Aktioun Pompjee-Superdreckskëscht an der Gemeng BiekerechProjektbeschreibungIn jedem Haushalt lagert eine Vielfalt von Schadstoffen und Gefahrgütern: Spraydosen, Farben, Lacke, Lösungsmittel, Säuren, Laugen, Kosmetika, Pflanzenschutzmittel, Reinigungsmittel, Altöl, Pflanzenfette, Medikamente, Batterien, usw. Zur umweltgerechten Entsorgung dieser Stoffe fahren die Container der 'Superdreckskëscht' in regelmäßigen Zeitabständen die einzelnen Gemeinden an. Die Feuerwehrleute kennen die Gefahren, die im Brandfall für Bewohner, für Rettungskräfte und für die Umwelt von diesen Stoffen ausgehen: Giftige Dämpfe, Explosionen, Brandförderung usw. Seit vier Jahren unterstützen die Freiwilligen Feuerwehren Beckerich, Nördingen und Schweichertal die Aktion 'Superdreckskëscht fir Biirger', in dem sie regelmäßig die Schadstoffe und Gefahrgüter bei den Bürgern zuhause abholen und zum Sammelplatz bringen. Bei jeder Sammlung kommen in der 1770 Einwohner zählenden Gemeinde Beckerich 4-6 cm3 'Sondermüll', davon 0,5-1 cm3 Medikamente, zusammen! Diese 'Service-Leistung' der Feuerwehrleute erfreut sich einer großen Akzeptanz in der Bevölkerung und bringt u.a. folgende Vorteile:
ProjektträgerService Incendie et de Sauvetage de la Commune de Beckerich Service Ecologique de la Commune de Beckerich FinanzierungDie Feuerwehrleute bieten diesen Service freiwillig und unentgeltlich. Weitere Informationen
7.C.3. Platz da!Kinder werden aktivIn der Verkehrspolitik spielen Kinder eine Nebenrolle. Von den Stadtplanern vergessen und vom Autoverkehr überrollt, bleibt ihnen nur wenig Raum zum Spielen und Toben. Der stetig zunehmende Autoverkehr ist eines der größten Umweltprobleme unseres Alltags, im Dorf wie in der Stadt. ProjektbeschreibungDer 'Verkehrsclub Deutschland' wollte wissen, was Kinder auf ihren täglichen Wegen am meisten stört und was sie gerne verändern würden. Anhand eines Fragebogens und ausgerüstet mit Stoppuhr und Meßband erforschten 6000 Kinder ihre Alltagswege und prüften, wie kinderfreundlich ihre Umgebung wirklich ist. Ziel der Aktion: Kinder sollen ihre Umgebung bewußter wahrnehmen und erfahren, daß Verkehrserziehung Spaß machen kann. Die Ergebnisse wurden in dem ersten Kinderverkehrsgutachten zusammengefaßt. Der Verkehrsclub sorgt nun dafür, daß es nicht in einer Schublade verschwindet. Vor Ort organisiert er Treffen, bei denen die Kinder Stadtplaner/innen und Gemeindeverantwortliche mit den Ergebnissen ihrer Aktion konfrontieren und zu einer Umsetzung ihrer Vorschläge anregen. Weitere Aktionen des VCD sind z.B. Tempo 30 Aber jetzt! Kinder spielen draußen; Ozon - Kinder in die Garage damit Autos draußen spielen können?; Parke nicht auf unseren Wegen! Kinder brauchen Platz! Projektträger'Verkehrsclub Deutschland' - ein unabhängiger, ökologisch orientierter Verkehrsclub, der sich für eine umweltgerechte und sozialverträgliche Verkehrspolitik einsetzt. Der Verkehrsclub vertritt die Anliegen aller Verkehrsteilnehmer/innen, ob zu Fuß, mit Rad, Auto, Bus oder Bahn. Weitere Informationen
7.C.4. Dritte Welt im Alltag und überallKlimabündnis LetzebuergProjektbeschreibungIm Klimabündnis engagieren sich die europäischen Gemeinden durch gezielte Verminderung des CO2 Ausstosses und durch aktive Unterstützung der indigenen Völker der Regenwälder, einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die Zusammenarbeit mit dem 'Mouvement Ecologique' und den luxemburgischen Gemeinden will die ASTM (Action Solidarite Tiers Monde) nutzen, um den Blick auf die Länder zu lenken, die uns oft so "anders" erscheinen und trotzdem vieles mit uns gemeinsam haben. Beispiele aus der Gemeinde HeiderscheidHeiderscheid ist eine der Klimabündnisgemeinden. Im folgenden ein paar Beispiele von Aktionen, die bereits gestartet wurden: Es war einmal ein Regenwald - Theaterworkshop Zum Pfarrfest der Gemeinde spielten Jugendliche ein Theaterstück zum Thema 'Regenwald' in Eschdorf. Innerhalb von zwei Tagen hatten sie es zusammen mit zwei Schauspielern geschafft, das Theaterstück auf die Beine zu stellen. Einfälle statt Abfälle Die 5. und 6. Klasse der Primarschule Heiderscheid staunten nicht schlecht darüber, was man aus sogenannten Abfällen alles machen kann. Spielzeug aus Asien, Lateinamerika und Afrika zeigte, daß nicht alles weggeworfen werden muß. Beim anschließenden Basteln waren der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Tänze und Erzählungen aus anderen Ländern rundeten den ereignisreichen Tag ab. Ghazi Abdel Qadir in der Schule Viel erzählt hat auch der Schriftsteller Ghazi Abdel Qadir und zwar von Kindern, die Bauchladenverkäufer sind oder von einer libanesischen Großmutter, die zum ersten Mal nach Europa kommt. Indianer gibt es überall Während der Ferienaktivitäten gab es Möglichkeiten, die Kultur, Geschichte und Erzählwelt indigener Völker kennenzulernen. Dabei ging es nicht nur um ihr Leben und Überleben, sondern alle "Ferien-Indianer/innen" konnten Tipis bauen und bemalen, Musikinstrumente basteln, Gesichtsfarbe selbst mischen und "Bannock" auf dem offenen Feuer grillen. Projektvorstellung mit Joao Geisen Im Herbst 1995 erzählte der Luxemburger Joao Geisen anschaulich von seiner Arbeit mit verschiedenen lokalen Gruppen im Nordosten Brasiliens. Lebendig vermittelte Joao Geisen, was diese schon alles bewegt haben, z.B.: Kanalisation in ihrem Viertel bauen, Schulen bei ihrer Stadtverwaltung fordern. Selbst die Kinder lassen sich Aktivitäten zur Durchsetzung ihrer Rechte einfallen. BAMTAARE aus dem Senegal Viel Spaß hatten Schülerinnen und Schüler zweier "ParamedicaF'-Klassen in den Theater-Musik- und Keramik-Workshops die von der senegalesischen Theatergruppe BAMTAARE und dem 'Konschthaus Heischent asbl' in Zusammenarbeit mit dem Lycee Technique Ettelbruck und Stad a Land/LEADER II in Eschdorf durchgeführt wurden. Natürlich wären auch folgende andere Veranstaltungen in Ihrer Gemeinde möglich: Wer weiß schon wo der Pfeffer wächst? Eine Informationsveranstaltung über (Kolonial-) Geschichte, Gewürzhandel, Anwendung von Gewürzen und Fairen Handel. Dritte Welt Koffer (s. Modellprojekte, Soziales S. 2) Die Mitarbeiterinnen der ASTM kommen auch gern in Ihre Schule oder Klasse, um Materialien vorzustellen oder eine Animation zu einem bestimmten Thema durchzuführen. Weitere Informationen
7.C.5. Initiativkreis Zukunftsfähiges Trier e.V.1992 wurde während der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio das Aktionsprogramm "Agenda 21" für eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung von 178 Staaten (darunter auch Luxemburg) verabschiedet. Die Agenda 21 gibt insbesondere den Kommunen den Auftrag, einen langfristigen kommunalen Aktionsplan (Lokale Agenda 21) zu erarbeiten, indem Wirtschaft, Soziales und Umwelt zu einer nachhaltigen Entwicklung zusammengeführt werden sollen. Eine derartige kommunale Planung setzt auch ein neues Politikverständnis voraus, indem die Beteiligung aller Bürger und Bürgerinnen am Entwicklungsprozeß ermöglicht und gefördert wird. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Beteiligung jener gesellschaftlicher Gruppen, die in der Regel kaum Gehör finden: Kinder und Jugendliche, Frauen, sozial Schwache, Behinderte, Umweltgruppen, etc. Der VereinDer Verein "Initiativkreis Zukunftsfähiges Trier e.V.", der sich im Juli 1997 gründete, versteht sich als Forum für Bürgerinnen und Bürger und Initiativen, die sich der Leitidee der Agenda 21 verpflichtet fühlen. Das Ziel dieses Vereins ist, den Prozeß der Lokalen Agenda 21 in Trier in Gang zu setzen und ihn aufmerksam, kritisch und konstruktiv mitzugestalten. Hierzu soll in erster Linie ein Beschluß des Stadtrats zur Agenda 21 erwirkt und eine Organisationsstruktur geschaffen werden, welche eine möglichst breite öffentliche Diskussion einleiten kann. Darüber hinaus sollen sich Arbeitskreise gründen, welche zu spezifischen Problemfeldern konkrete Handlungsprogramme ausarbeiten sollen. Mittel- und langfristig sollen kreative Bündnisse zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen und der Verwaltung entstehen. Zudem steht auch die Erarbeitung und Durchführung eigener Ideen und Projekte für ein zukunftsfähiges Trier im Vordergrund. Kontaktadressen der bestehenden Arbeitskreise:
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