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3.B. Grundsätzliches
Art und Umfang der Öffentlichkeitsarbeit richten sich nach den Zielen der Organisation, des Vereins, nach deren Grösse, deren personellen und finanziellen Möglichkeiten, etc. Es gibt aber für alle gewisse Tricks und Grundregeln, die den Weg zur erfolgreichen Informationsarbeit vereinfachen: 3.B.1. Gezielte InformationsarbeitBevor man eine bestimmte PR-Aktion startet, sollte man sich vorher im Klaren sein, welches Zielpublikum man jeweils ansprechen will. Jede Zielgruppe hat ihre eigenen Erwartungen, Bedürfnisse, ihre eigene Sprache (Jugendarbeit, Verwaltungen, Anrainer, Fachpresse, etc.). 3.B.2. UnverwechselbarkeitDa wir von einer Fülle von Informationen überrollt werden und nicht mehr alles genau lesen können, orientieren wir uns an leicht wiedererkennbaren Symbolen. Sie werden nach einiger Zeit zu 'Gedankenkürzeln' und vermitteln auf einen Blick mehr Informationen als lange Überschriften oder Erklärungen. Es zahlt sich also bestimmt aus, sich ein gutes Logo zuzulegen und es auf allen Aussendungen und im Briefkopf zu benutzen. Wie alt ist eigentlich ihr Vereinslogo? Könnte es vielleicht etwas mehr Pep und Farbe vertragen? Ihr Logo sollte:
(verändert nach Schoeller 1991) 3.B.3. TexteKaum noch jemand hat Zeit und Lust, sich durch die Informationsflut durchzulesen. Vermeiden Sie daher langwierige Erläuterungen und geben Sie sich Mühe verständlich zu informieren. Dazu die '5 Säulen der Verständlichkeit' nach Schulz von Thun (verändert nach Schoeller 1991): Die 5 Säulen der Verständlichkeit
Wichtig: Was aus einer Information wird, entscheidet grundsätzlich der Empfänger.Eine Kurzmeldung - vier bis fünf Sätze - kann bei Leser, Zuhörerin oder Zuschauer besser ins Bewußtsein vordringen als eine wortlastige Reportage mit vielen Einzelheiten. Vergessen Sie nicht - unser Gehirn hat nur begrenzte Aufnahmekapazität! Die Informationskapazität der Sinnesorgane wird in Bit-Einheiten gemessen. Das Auge hat Schätzungen zufolge eine Informationskapazität von 3 000 000 Bit/sec. Neue Informationen werden immer gefiltert - Filter sind Gefühle, Erwartungen, Erfahrungen, Erziehung, etc. Man nimmt an, daß etwa 500 Bit/sec durch diese Filter gehen. Das Gehirn kann aber nur 7 Bit/sec verarbeiten. Es nimmt nur auf, was unserer Lerngeschichte mit dem neu Wahrgenommenen vereinbaren kann. Nicht passende Informationen werden einfach weggefiltert, nicht wahrgenommen oder uminterpretiert. Gute Rechtschreibung ist ein Aushängeschild für ihre Organisation. Lassen Sie am besten mehrere Leute Korrektur lesen. (siehe Praktisches: die neue dt. Rechtschreibung im Überblick)3.B.4. LayoutDas Layout sollte der Idee, die verbreitet werden soll, entsprechen. Wählen Sie deshalb ein Layout, das sich vom üblichen Prospektstil klar absetzt. Bedenken Sie, dass viele Leute Zettel, die nach Werbematerial aussehen, sofort wegwerfen. Niveauvolle Gestaltung muss nicht von den verfügbaren Geldmittteln abhängig sein. Schwarz/Weiß- oder 2-Farben-Drucke können oft mehr erreichen als 4-Farben-Drucke, wenn sie nur ansprechend gestaltet sind. Schreiben Sie klar und übersichtlich. Setzen Sie Datum, Uhrzeit, Veranstaltungsort fett gedruckt und groß in die Seitenmitte. Wählen sie eine ansprechende Schrift, die gut leserlich ist. Bedenken Sie, dass viele Leute schlecht sehen und Kleingedrucktes nur schwer oder nicht lesen können- denn oft ist die Brille nicht gleich bei Hand. 3.B.5. SponsoringGibt es in ihrer Umgebung Firmen, Banken, Versicherungen, die Sie durch Anzeigen finanziell unterstützen können? Vorige Seite: Einführung - Nächste Seite: Instrumente der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | |||||||